Nachrichten aus Lützerath

Vorgestern (3. Januar) erreichte uns ein Bericht unserer Freundin Barbara über die Situation in Lützerath, den wir gerne mit Euch teilen möchten:

Liebe Freundinnen & Freunde!

Heute war ich in Lützerath und habe Lebensmittel für die Aktivistinnen mitgebracht. Ich bin sehr froh, dagewesen zu sein und mir selbst ein Bild gemacht zu haben nach den Berichten in den Nachrichten gestern. Heute war die Stimmung im Camp vollkommen friedlich. Die Polizei, die in großer Anzahl mit vielen Fahrzeugen vor Ort ist, bewacht Arbeiten, die mit schwerem Gerät durchgeführt werden, um Strukturen für die Räumung vorzubereiten. Die Aktivistinnen bereiten ihre Strukturen zur Blockade der Zufahrtswege vor. Ich habe keine Auseinandersetzungen beobachtet. Auch die Berichterstattung von gestern scheint sehr überzogen gewesen zu sein laut allen, mit denen ichgesprochen habe. Die Mahnwache ist bis zum 9.1 genehmigt und der Zugang dorthin legal. Danach wird wohl niemand mehr hineinkommen. Am Sonntag, den 8.1. ist nochmal ein Dorfspaziergang mit Michael Zobel und Eva Töller und nachmittags um 15 Uhr ein Gottesdienst von „Kirche(n)im Dorf lassen“ (KiDl) an der Eibenkapelle. Ich denke, es wird die letzte Gelegenheit sein, nach Lützerath hineinzukommen. Ich fände es toll, wenn möglchst viele Quäker*innen dorthin kommen. Für den 14.1. ist eine große Demo geplant. Dann wird die Räumung wohl entweder in vollem Gange sein oder schon geschehen, es sei denn es gelingt noch, eine einstweilige Verfügung zu erwirken, was der BUND wohl gerade versucht wegen des anscheinend verfassungswidrigen §48.
Herzliche Grüße an euch alle von
Barbara

Barbara wird am Wochenende wieder vor Ort sein. Ihre Kontaktdaten erhaltet ihr über kontakt (at) quaeker.org

Wer informiert bleiben möchte:

https://www.kirchen-im-dorf-lassen.de/

https://luetzerathlebt.info/ticker/