Cary-Vorlesungen

Was ist eine Cary-Vorlesung?

Suchet zuerst das Reich Gottes und alle diese Dinge werden euch gegeben werden

Heidi Blocher, 2010

"Ich glaube, in der Bibel ist eine „Stimme“. Und ich habe gelernt, dass diese Stimme uns erst voll erreicht, wenn wir in lebendiger Beziehung stehen zu dem, woraus sie spricht, zu ihrem fortdauernden geistigen Grund. [...] Ich habe dieses Bibelwort nicht so sehr gewählt, als dass es mir, wie ich es fühlte, „auferlegt“ war. [...] Die ganze Bibel, das ganze (wirkliche) Christentum, das ganze Quäkertum sind für mich darin enthalten - das, worum es geht, das, wodurch wir leben."

Interreligiösität, Die Suche nach der Einheit in Vielfalt

Eberhard E. Küttner, 2009

"Eine wesentliche mystische Erfahrung ist, daß das Wirken Gottes außerhalb von Raum und Zeit geschieht. Es hält sich also auch nicht an Religionsgrenzen. Das Absolute läßt sich nicht in einen Tempel, eine Kirche, eine Moschee oder eine Pagode einsperren und auch nicht reduzieren auf eine Heilige Schrift. Das Göttliche offenbart sich wann, wo, wem und wie immer es will. [...] Also kann die religionsübergreifende Mystik als die Basis einer zukünftigen Interreligiosität angesehen werden, in der die Kraft zur Erneuerung der Welt lebendig zu werden vermöchte."

Uneben, gefährdet, behütet, Vom Mosaik meines Lebens

Lutz Caspers, 2008

Kriegskindheit, Quäkerspeisung, Quäkerschulen, Quäkerhilfe: "Was ich hier aufgeschrieben habe, ist eine Rückbesinnung auf mein bisheriges Leben, ein Nachdenken darüber, was ich bisher getan und erlebt, wofür ich mich eingesetzt habe, auch was mir im Leben geschenkt wurde. Mir schien es, als fügten sich die Teile meines Lebens, meiner Tätigkeiten, meiner Erfahrungen wie Steine eines Mosaiks zu einem Bild zusammen, ein Mosaik, an dessen Entstehen ich mitgewirkt habe, an dem aber viele andere beteiligt waren."

Das Friedenszeugnis als Sakrament. Die Beziehung zwischen Friedensarbeit und persönlicher Spiritualität

Daniel O. Snyder, 2007

"Das wahre Geschenk der Spiritualität ist, dass wir uns für Gott öffnen und uns dadurch eine neue Sichtweise, Kraft und Hoffnung für unser Werk zuteil wird, das anders nicht getragen werden kann. Doch genau diese neue Sichtweise, Kraft und Hoffnung muss in der Welt tatkräftig umgesetzt werden, um nicht verloren zu gehen. Denn ihr Zweck liegt nicht nur in unserer eigenen Stärkung und Heilung, sondern auch in der Stärkung und Heilung von anderen durch uns."

Nimm auf, was dir Gott vor die Tür gelegt hat

Gisela Faust, 2006

"Anhand meines eigenen Lebens möchte ich das Leben der Quäker in Deutschland beleuchten und auch Veränderungen aufzeigen": Gisela Faust berichtet von Erfahrungen, die sie in ihrem Quäkerleben gemacht hat, und von jenen ihrer Eltern - ein Panorama vom ersten Weltkrieg über den Nationalsozialismus bis in die Gegenwart.

Schüttet das Kind nicht mit dem Bade aus. Story, Gemeinschaft, Herausforderung für die Religiöse Gesellschaft

Eva Pinthus, 2005

"Alle spirituellen Stories bestätigen die Notwendigkeit von Gemeinschaft. Die Gemeinschaft gibt diese Stories weiter. Ich definiere eine spirituelle Gemeinschaft durch drei miteinander verbundene Aspekte: Zugehörigkeit, Erinnerungen, Werden. Warum gehören wir einer religiösen Gemeinschaft an?"

Quercus Quakerus. Die Wurzeln und Blüten des Quäkerbaums im 21. Jahrhundert

Tony Fitt, 2004

"In diesem Vortrag versuche ich deutlich zu machen, wie wir Kraft aus unseren Wurzeln schöpfen können, ohne die Herausforderungen der Gegenwart aus den Augen zu verlieren. Unsere Traditionen legen das Fundament für unsere prophetischen Botschaften und Taten. Wir haben den Vorteil, experimentell leben zu können, ohne an Dogmen gefesselt zu sein."

Halte lieb deinen Genossen, Dir gleich. Ich bin’s

Robert Antoch, 2003

"Gewaltfreies gütekräftiges Handeln – also der Vorsatz, Gewalt nicht mit Gewalt zu vergelten und der aktive Ansporn, selbst keine Gewalt auszuüben – das ist für mich nicht etwa nur ein Traum, ein hehres Ideal, sondern eine Einstellung und ein Tun, das mir und meiner Familie das Leben gerettet hat. Ein in diesem Sinne „gütekräftiges“ Handeln ist für mich ein lebenserhaltendes Prinzip des Umgangs von Menschen miteinander, ein unverzichtbares Zeichen von Menschlichkeit."

Vom Wesen und Werk der Liebe

Roswitha Jarman, 2002

"'(So) musst du zwei Dinge beachten, die sich in der Liebe finden: Das eine ist das Wesen der Liebe, das andere ist ein Werk oder ein Ausbruch der Liebe. (Meister Eckehart)' [...] Es kommt nicht so sehr darauf an, welche Form unser persönlicher, religiöser Weg hat, das, worauf es ankommt, ist, dass wir zur Quelle der Liebe finden, und dass wir sie, in unserem Leben, ausfliessen lassen."

Licht, darin zu leben – Erkundungen in der Spiritualität der Quäker

Rex Ambler, 2001

„Der erste Schritt des Friedens ist es, still im Lichte zu verharren.“ (George Fox): Rex Ambler stellt das "Experiment mit Licht" (Experiment with Light) vor, ein zeitgenössisches (Meditations-)Programm, um individuell und in Gemeinschaft die Quäkerspiritualität zu erkunden.

2 of 8
12345678