„Es ist ein Schnitter…“

Seit dem Beginn der Pandemie hat der Tod einen festen Platz in den täglichen Nachrichten bekommen.  Und durch die Berichte von der Invasion und dem Krieg Russlands gegen die Ukraine ist dieser Raum noch größer geworden.  Und doch – oder vielleicht gerade deswegen – stellt sich die Frage, ob uns das Sterben und der Tod dadurch vertrauter geworden sind?

Wo bleibt Raum für Schmerz, Trauer und Rituale des Abschieds in unserem Leben – jenseits von kühl vorgetragen Statistiken, Lageeinschätzungen oder den emotionsgeladenen Berichten von der Front?
Wie gehen wir persönlich um mit der Frage des Sterbens als Teil unseres eigenen Lebens? Wie sehen unsere An-Sichten als Quäker*innen heute im Hinblick auf diese Fragen aus? Was spricht zu uns aus den Gedanken, den Zeugnissen unserer Vorfahr*innen?
    
Als einen Impuls im Vorfeld zu unserem Online-Treffen am Dienstag, dem 22. März um 19 Uhr möchten wir den folgenden Text aus Prediger Salomo mit Dir teilen, der von Johannes Brahms in dem 1. Lied der „Vier ernsten Gesänge, opus 121“  vertont wurde:

Denn es gehet dem Menschen wie dem Vieh;
wie dies stirbt, so stirbt er auch;
und haben alle einerlei Odem;
und der Mensch hat nichts mehr denn das Vieh:
denn es ist alles eitel.

Es fährt alles an einen Ort;
es ist alles von Staub gemacht,
und wird wieder zu Staub.
Wer weiß, ob der Geist des Menschen aufwärts fahre,
und der Odem des Viehes unterwärts unter die Erde fahre?

Darum sahe ich, dass nichts bessers ist,
denn dass der Mensch fröhlich sei in seiner Arbeit,
denn das ist sein Teil.
Denn wer will ihn dahin bringen,
dass er sehe, was nach ihm geschehen wird?

Die weiteren 3 Lieder – ebenfalls mit Texten aus der Bibel – seien ebenfalls zum Lesen und Anhören empfohlen. Den Text der Lieder findest Du hier:
Eine der besten musikalische Fassungen wurde von Kathleen Ferrier mit ihrer wunderbaren Stimme gesungen

Herzliche Einladung! Wer den Zoom-Link noch nicht hat: