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2007-05-08

 
Religiöse Gesellschaft der Freunde, (Quäker),
Deutsche Jahresversammlung e.V.
Epistel der Deutsche Jahresversammlung 2002
(Epistel of the German Yearly Meeting 2002)

An Freunde und Freundinnen in der ganzen Welt

Vom 31.10- 3.11.2002 kamen wir wieder in unserem Quäkerhaus in Bad Pyrmont zur 72. Jahresversammlung zusammen. Wir waren 204 Teilnehmenden. Eine besondere Freude war es, 42 Kinder und Jugendliche unter uns zu haben. Die Junioren hatten sich im Laufe des Jahres zu einer innig verbundenen Jugundgruppe zusammengefunden. Wir erlebten auch eine neue erfrischende Form der persönlichen Aufnahme von 6 neuen Mitgliedern.

Roswitha Jarman teilte mit uns in ihrer wunderbaren Cary-Vorlesung, "Vom Wesen und Werk der Liebe" , die Erkenntnis, dass mein Ich beiseite treten muss, um dem göttlichen Geschehen Raum zu geben. Der Antrieb ist Gottes. Unser Ziel ist es, die Liebe aus uns ausbrechen zu lassen in dem einfachsten und praktischsten Tun. Über viele Jahre ist sie selbst mit höchstem persönlichem Einsatz in dem von Hass und Gewalt betroffenen Krisengebieten des Kaukasus tätig, helfend, vermittelnd, versöhnend, tröstend, heilend im unendlichen Leid. So ergab sich ein ergreifender religiöser Erfahrungsbericht um die Liebe "die ich mir nicht einreden kann, sondern die ich mir täglich neu am ewigen Brunnen holen muss."

Durch unsere ganze Jahresversammlung wurde uns klar, wie wichtig Versöhnung und Vergebung in unseren zwischenmenschlichen Beziehungen sind. Wie können wir zur Versöhnung in der Welt beitragen, wenn in unserer kleinen religiösen Gesellschaft manche Konflikte schwer lösbar scheinen? Aufbauend auf ein Vorbereitungstreffen mit Worten und wortlosen Beiträgen und mit Roswithas Gedanken im Kopf und Herzen haben wir bei der Geschäftsversammlung versucht, einen internen Konflikt zu lösen. Wir beschäftigten uns fast ausschließlich mit der kontroversen Frage der formalen Mitgliedschaft der Jahresversammlung oder einzelner Ausschüsse in Organisationen deren Ziele und Tun wir inhaltlich unterstützen Trotz Meinungsverschiedenheiten spürten wir auch Wärme und enge Verbundenheit miteinander.

Wir grüßen euch recht herzlich und wünschen für uns allen, dass wir immer wieder zur Quelle der Liebe finden, an der wir unsere Kraft schöpfen.

Im Namen der Deutschen Jahresversammlung
Herbert Möller (Schreiber)
Beate Vogel (Schreiberin)

Religiöse Gesellschaft der Freunde (Quäker)
Deutsche Jahresversammlung e.V.
Bombergallee 9, D-31812 Bad Pyrmont
Bad Pyrmont, den 3. November 2002

Epistel of the German Yearly Meeting 2002

To Friends all over the world

03.11.02German Yearly Meeting came together at Quäkerhaus, Bad Pyrmont, from 31st October to 3rd November 2002. 204 Friends and attenders took part, including 42 children and young people. We were happy to hear that Young Friends had formed a closely-knit group over the course of the year. Six Friends were accepted into membership, and this was celebrated in a new, refreshing and personal form.

In her Cary Lecture, Roswitha Jarman shared with us her realisation that the self must stand aside if the divine is to have space to operate. The driving force must be God´s. It must be our aim to let love break through in our lives in the simplest and most practical tasks. Roswitha is hersehlf personally committed to action in the crises area of the Caucasus, a region torn by hate and violence. She is active in helping, mediating, reconciling, comforting and healing in the endless suffering there. She told us about her religious experience of the love "that I cannot talk myself into, but wich I must fetch each day anew from the eternal spring."

During the whole of our Yearly Meeting it was clear to us just how important reconciliation and forgiveness are in interpersonal relationships. How can we contribute to reconciliation in the world when conflicts in our small religious society sometimes seem so difficult to solve? Taking a preparatory session both in words and without words as our starting point, and with Roswitha´s thoughts in our hearts and minds, we attempted in our business meetings to solve an internal conflict. At this gathering we were almost exclusively concerned with the controversial question of formal membership on the part of Yearly Meeting, or of separate committees of YM, in organisations whose ideals, aims and actions we may well support. In spite of our differrences of opinion, we were aware of our affaction and closeness to each other.

We greet you warmly, and wish for all of us that we may find the way to that spring of love whence we draw our strength.

In the name of German Yearly Meeting,
Herbert Möller (Clerk)
Beate Vogel (Clerk)

Religious Society of Friends (Quakers)
German Yearly Meeting
Bombergallee 9
D-31812 Bad Pyrmont
Bad Pyrmont, 3rd November 2002